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Drei neue Stolpersteine in Koblenz erinnern an vergessene Opfer des Nationalsozialismus

Der Förderverein Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz e.V. hat am 5. September 2025 drei neue Stolpersteine verlegen lassen. Sie erinnern an Lucie Wirges in Neuendorf sowie an Peter Staudt und Franz Mürb in der Karmeliterstraße in der Innenstadt.

Der Künstler Gunter Demnig, Initiator des europaweiten Projekts, verlegte die Steine persönlich. Damit wächst die Zahl der in Koblenz verlegten Stolpersteine auf insgesamt 153 an. Martin Schlüter, Vorsitzender des Fördervereins, begrüßte die Anwesenden zu den Verlegungen. Bei beiden Terminen waren zahlreiche Besucherinnen und Besucher vor Ort, darunter auch Mitglieder des Koblenzer Stadtrates.

1) Erinnerung an Lucie Wirges

In Neuendorf wurde ein Stolperstein für Lucie Wirges gesetzt.

Der Stolperstein für Lucie Wirges

Karteikarte der gestapo Koblenz betreffend Luzie Wirges (Vorder- und Rückseite)
(Quelle: Lizenz: Digitales Archiv, ITS Bad Arolsen)

Sie wurde 1914 in Friemersheim geboren und wuchs in der Neuendorfer Straße auf. Ursprünglich wollte sie Köchin werden, musste aber in der NS-Zeit als Hilfsarbeiterin in der Koblenzer Firma Hartkorn arbeiten. Wegen einer Allergie konnte sie ihre Arbeit nicht fortsetzen, wurde beschuldigt, die Arbeit zu verweigern und am 1. Juni 1943 von der Gestapo verhaftet. Nach Stationen in Haft und im Arbeitserziehungslager Watenstedt deportierte man sie im März 1944 in das Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück, wo sie am 3. Dezember 1944 im Alter von nur 30 Jahren ermordet wurde. 

Eine noch lebende Cousine von Lucie Wirges, die an der Verlegung teilnahm, schilderte den Anwesenden ihren ganz persönlichen Eindruck: „Lucie hat nie etwas Falsches getan, und dennoch wurde sie ermordet. Sie hat diesen Gedenkstein verdient.“

 


 

Anschließend wurden zwei Stolpersteine in der Karmeliterstraße vor der Rückseite des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (früher: BWB) verlegt. Bis 1944 befand sich dort das Gefängnis von Koblenz, das Karmelitergefängnis.

Lageplan

Der ganze rückwärtige, zur Karmeliterstraße hin orientierte Teil dieses langgestreckten Gebäudes weist auf die früher hier stehende Karmeliterkirche und das anschließende Gefängnis hin.


Gesamte Rückfront des BWB 

Heute und seit vielen Jahren befindet sich an dieser Stelle auch das Relief für Pater Josef Kentenich. Es erinnert an den Gründer der Schönstatt-Bewegung, einer katholischen Reformbewegung, der von Oktober 1941 bis zu seiner Verschleppung in das Konzentrationslager Dachau bei München einige Monate in dem damaligen Karmelitergefängnis inhaftiert war.

Jetzt wurden an diesem historischen, heute aber als solchem nicht mehr wahrnehmbaren Ort zwei Stolpersteine für politische Gegner des Nationalsozialismus verlegt: für den in Kapellen-Stolzenfels wohnhaft gewesenen Rheinschiffer Peter Staudt und für den Andernacher Franz Mürb. Beide waren Häftlinge des Karmelitergefängnisses. 

zwei Stolpersteine mit Rosen

2)  Peter Staudt

Der 1880 in Rhens geborene Staut war von Beruf Rheinschiffer und schon früh Mitglied der SPD. Als Schiffsführer eines Rheinschiffes betätigte er sich offensichtlich weiter politisch und transportierte antifaschistische Magazine und Flugblätter aus Frankreich in das Deutsche Reich. So geriet er schon bald in den Verdacht, „sich innerhalb der Rheinschifffahrt illegal kommunistisch zu betätigen“. Zunächst konnte ihm das aber nicht nachgewiesen werden. Aber drei Jahre später wurde er bei einer Razzia bei Rheinschiffern festgenommen. Daraufhin eröffnete die Staatsanwaltschaft Koblenz ein Strafverfahren wegen der Vorbereitung eines hoch- und landesverräterischen Unternehmens und gab es an den Oberreichsanwalt beim Volksgerichtshof ab. Außerdem leitete die Zollfahndungsstelle Frankfurt/Mai ein Strafverfahren wegen Devisenvergehens ein. Im Angesicht dieser Strafverfahren entschied sich Peter Staut für den Freitod. Er erhängte sich am 14. Juli 1939 gegen 5.30 Uhr in seiner Zelle hier im Karmelitergefängnis.

Ein anderer Untersuchungsgefangener hier war der 1901 in Andernach geborene Franz Mürb, ebenfalls langjähriges Mitglied der SPD. Auch nach dem Verbot der SPD im Juni 1933 als „staats- und volksfeindlich“ äußerte er sich an seinem Arbeitsplatz antifaschistisch und wurde entlassen. Im Jahr 1936 wurde er wegen einer „kommunistischen Zusammenkunft“ in Vallendar vom Sondergericht zu 2 Jahren und 5 Monaten Zuchthaus. Gegen Ende des Krieges, am 29. September 1944, wurde Mürb – sehr wahrscheinlich nach einer Denunziation – wegen Abhörens feindlicher Sender verhaftet. Das war nach der am 1. September 1939 erlassenen Verordnung über außerordentliche Rundfunkmaßnahmen streng verboten und wurde mit Zuchthaus, in besonders schwerem Fall mit dem Tode bestraft. Nach Erlass eines Haftbefehls saß er ab dem 16. Oktober 1944 hier im Karmelitergefängnis als Untersuchungshäftling ein. Drei Wochen später, am 6. November 1944, gab es den schweren Luftangriff der Royal Air Force (RAF) auf Koblenz. Dabei wurde die Innenstadt sehr stark zerstört. Auch das Gefängnis wurde voll getroffen. Dabei starb Franz Mürb in seiner Gefängniszelle. 

Lesen Sie nachfolgend zur Geschichte des Karmelitergefängnisses und des Schicksals von Peter Staudt und Franz Mürb auch die Ansprache, die der stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins Mahnmal Koblenz Joachim Hennig bei der Verlegung der beiden Stolpersteine gehalten hat.

Meine Damen und Herren,

Joachim Hennig (rechts im Bild )

auch ich begrüße Sie sehr herzlich zur Verlegung der Stolpersteine für Pater Staudt und Franz Mürb. Das hier ist ein ganz besonderer Ort und deshalb möchte ich Sie zunächst ein wenig über die Örtlichkeit ins Bild setzen. Wir stehen hier in der Karmeliterstraße an der Rückseite des Gebäudes des BWB, des früheren Bundesamtes für Wehrtechnik und Beschaffung, heute heißt es Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr.

An der Rückseite dieses langgestreckten Gebäudes sehen Sie ein Relief für Pater Josef Kentenich, den Gründer der Schönstatt-Bewegung, einer katholischen Reformbewegung mit Sitz in Vallendar-Schönstatt. 

Pater Kentenich-Relief 

Es zeigt Pater Kentenich hinter einem Gitterfenster und ganz in der Nähe einen Kirchturm. Der Text erwähnt, dass er hier Häftling der Gestapo war, ehe er in das Konzentrationslager Dachau verschleppt wurde. Und links daneben sehen Sie noch eine Tafel, da heißt es, dass hier bis 1944 die Karmeliterkirche stand und im Anschluss daran ein Kloster. - Das kann man sich schlecht vorstellen, deshalb zeige ich Ihnen hier ein historisches Foto.

 Blick auf Kirche und Gefängnis

Es ist der Blick die Karmeliterstraße hinauf. Zunächst sehen Sie an der Ecke die Karmeliterkirche und im Anschluss daran ein Gebäude. Das war ein ehemaliges Kloster und später und dann auch in der NS-Zeit ein Gefängnis. Und dass es ein Gefängnis war, erklärt dann das Gitterfenster, den Gefangenen der Gestapo Pater Kentenich und führt uns auch zu Peter Staudt und Franz Mürb, für die heute zwei Stolpersteine verlegt werden. Beide waren Untersuchungshäftlinge im Gefängnis und kamen hier ums Leben.

Um 1650 kamen Karmelitermönche nach Koblenz und errichteten die Kirche und im Anschluss daran das Kloster. 150 Jahre später waren die Franzosen unter Napoleon Bonaparte im gesamten linksrheinischen Gebiet und auch in Koblenz. Die französischen Besatzer säkularisierten, verweltlichten hier – wie auch anderswo – die Kirchengüter. Sie säkularisierten auch diese Kirche und hoben das anschließende Kloster auf. Das Kloster wurde zum Gefängnis und war es bis 1944. Bald bestand das Gefängnis aus zwei zur Karmeliterstraße gelegenen Flügeln mit einer Abschlussmauer sowie kleinere Anbauten in Richtung Rhein.

Anfang des 20. Jahrhunderts war das Gefängnis für 205 Männer und 28 Frauen ausgelegt, also für 233 Inhaftierte. Bei Bedarf konnten noch 60 weitere männliche Häftlinge untergebracht werden. Die Häftlinge waren Untersuchungshäftlinge, für die ein Strafverfahren noch lief und auch Strafgefangene, die eine kurzfristige Gefängnisstrafe zu verbüßen hatten. 


 Grundriss Gefängnis

Mit der sog. Machtergreifung der Nationalsozialisten am 30. Januar 1933 änderte sich die Struktur der Häftlingsgesellschaft und auch deren Anzahl. Jetzt kamen viele sog. Schutzhäftlinge hinzu. Das waren Menschen, meist politische Gegner, die ohne richterlichen Haftbefehl von der Geheimen Staatspolizei, der Gestapo, festgenommen und dann festgehalten wurden. Teilweise kamen sie auch in die SS-Kaserne auf dem Clemensplatz. Die „Schutzhäftlinge“ bildeten sehr bald die eindeutige Mehrzahl der Gefangenen. Sie blieben im Allgemeinen aber nicht lange hier, sondern wurden nach einiger Zeit entlassen oder in Konzentrationslager verschleppt. Die frühen „Schutzhäftlinge“ brachte man in die Konzentrationslager im Emsland, u.a. nach Börgermoor und Esterwegen, katholische Priester und Ordensleute – wie Pater Kentenich - in das Konzentrationslager Dachau bei München. Nach Dachau kamen nach dem Novemberpogrom 1938 (der sog. Reichspogromnacht) auch die festgenommenen Juden. Insgesamt wurden nach dem 9./10. November 1938 370 Juden hier inhaftiert, 130 von ihnen entließ die Gestapo nach einigen Tagen, 240 verschleppte sie nach Dachau. 

Bei Beginn des Zweiten Weltkrieges gab es hier – um Ihnen einen Eindruck zu vermitteln - 238 männliche und 20 weibliche Häftlinge. Das änderts sich im Laufe des Zweiten Weltkrieges ganz wesentlich. Immer wieder brachte man viele Häftlinge aus Polen hierher zur Zwangsarbeit. Das waren Anfang 1942 insgesamt 2.100. Die konnten natürlich nicht alle hier im Gefängnis untergebracht werden. Sie kamen in Außenlager, so in das Belltal bei Kobern, nach Kempenich oder Kesseling oder in die Außenlager bei Ulmen, Uersfeld, Hilgert oder zur Eisernen Hand bei Bassenheim. Dort mussten sie unter sehr harten Bedingungen arbeiten, etwa beim Bau der Autobahn durch die Eifel und den Westerwald, heute Bundesautobahn 48. Im Februar 1941 verrichteten 2.150 Häftlinge der verschiedenen Außenlager des Koblenzer Gefängnisses schwerste Arbeit im Straßenbau. 

Kommen wir nun zu den beiden Häftlingen Peter Staudt und Franz Mürb und zu ihren Stolpersteinen. 

Peter Staudt wurde im Jahr 1880 in Rhens geboren, Staudt erlernte den Beruf des Rheinschiffers und befuhr auf einem Frachtschiff den Rhein von Rotterdam bis zum Oberrhein. Er war ein politisch bewusster Mensch. Noch zur Zeit des Kaiserreichs, im Jahr 1914, trat er in die Sozialdemokratische Partei (SPD) ein. Auch nach der sog. Novemberrevolution 1918 und während der ersten deutschen Demokratie, der Weimarer Republik, blieb er SPD-Mitglied. Die Mitgliedschaft endete erst zwangsweise mit dem 22. Juni 1933, mit dem reichsweit verhängten Verbot der SPD als „staats- und volksfeindlich“. In dieser Zeit war Peter Staudt verheiratet und wohnte in Kapellen, heute: Koblenz-Stolzenfels. Inzwischen war er Schiffsführer. Als Schiffsführer auf dem Rhein betätigte er sich weiter politisch und transportierte antifaschistische Magazine und Flugblätter aus Frankreich in das Deutsche Reich. Schon im Jahr 1936 verdächtigte ihn die Gestapo - wie es hieß -, „sich innerhalb der Rheinschifffahrt illegal kommunistisch zu betätigen“. 

1 Gestapokarteikarte Peter Staudt  
(Quelle: Lizenz- Digitales Archiv, ITS Bad Arolsen)

Zunächst konnte ihm das aber nicht nachgewiesen werden. Drei Jahre später, im Juni 1939, geriet er aber in eine groß angelegte Razzia. Bei dieser „Rheinschifferaktion“ fiel er auf und wurde festgenommen. 

2, Gestapokarteikarte Peter Staudt 2 
(Quelle: Lizenz- Digitales Archiv, ITS Bad Arolsen)

Die Gestapo ermittelte, dass er bis zu seiner Festnahme Mitglied des französischen kommunistischen Schifferverbandes war. Auch stellte sich heraus, dass er als Schiffsführer jedenfalls einem Juden geholfen hatte, Teile dessen Vermögens vor den Nazis zu retten und zu dem nach Straßburg Geflohenen zu bringen. Daraufhin eröffnete die Staatsanwaltschaft Koblenz gegen Staudt ein Strafverfahren wegen der Vorbereitung eines hoch- und landesverräterischen Unternehmens und gab es an den Oberreichsanwalt beim Volksgerichtshof ab, damit ihm der Hochverratsprozess vor dem Volksgerichtshof in Berlin gemacht würde. Auch leitete die Zollfahndungsstelle Frankfurt/Main ein Verfahren wegen Devisenvergehens ein. Im Angesicht dieser Strafverfahren entschied sich Peter Staudt für den Freitod. Er erhängte sich am 14. Juli 1939 gegen 5.30 Uhr in seiner Zelle hier im Karmelitergefängnis.

Rückseite der 2. Gestapokarteikarte Peter Staudt
(Quelle: Lizenz- Digitales Archiv, ITS Bad Arolsen)

3) Franz Mürb

Das zweite NS-Opfer, für das ein Stolperstein hier verlegt wird, war Franz Mürb. Mürb war auch ein Untersuchungsgefangener hier im Gefängnis. Er war 1901 in Andernach geboren und in der Zeit der Weimarer Republik ebenfalls Mitglied der SPD. Auch für ihn endete die Mitgliedschaft mit dem Verbot der SPD als „staats- und volksfeindlich“ am 22. Juni 1933. Mürb ließ sich aber nicht mundtot machen, sondern äußerte sich an seinem Arbeitsplatz antifaschistisch. Die Gestapo nannte das später, er habe in seinem Arbeitsbetrieb Hetzreden gehalten. Die Folge war seine Entlassung. Im Januar 1936 geriet Mürb in eine Razzia der Gestapo Koblenz, als deren Beamte in Vallendar – wie es hieß – eine „kommunistische Zusammenkunft“ sprengte. Er wurde mit anderen verhaftet und noch im selben Jahr vom Sondergericht Köln deswegen zu 2 Jahren und 5 Monaten Zuchthaus verurteilt. 


Gestapokarteikarte Franz Mürb
(Quelle: Lizenz- Digitales Archiv, ITS Bad Arolsen)

Nach Verbüßung der Strafe, von der ihm kein einziger Tag erlassen wurde, kam er frei, musste sich aber ein 3/4 Jahr lang polizeilich melden. Gegen Ende des Krieges, am 29. September 1944, wurde Mürb – wahrscheinlich nach einer Denunziation – wegen Abhörens feindlicher Sender verhaftet. Das war nach der am 1. September 1939 erlassenen Verordnung über außerordentliche Rundfunkmaßnahmen streng verboten und wurde mit Zuchthaus, in besonders schwerem Fall mit dem Tode bestraft. Nach Erlass eines Haftbefehls saß er ab dem 16. Oktober 1944 hier im Gefängnis als Untersuchungshäftling ein. Drei Wochen später, am 6. November 1944, gab es den schweren Luftangriff der Royal Air Force (RAF) auf Koblenz. Dabei wurde die Innenstadt sehr stark zerstört, auch das Gefängnis voll getroffen.

 

zerstörtes Gefängnis u.a 

Dabei starb Franz Mürb in seiner Gefängniszelle. Er hatte diese, wie die anderen Häftlinge auch, nicht verlassen dürfen, und verlor so im Gefängnis sein Leben. 

Gestapokarteikarte Franz Mürb, Rückseite 
(Quelle: Lizenz- Digitales Archiv, ITS Bad Arolsen)

Peter Staudt und Franz Mürb kamen nicht irgendwo, sondern hier bei uns, im Koblenzer Gefängnis, zu Tode. Und auch Lucie Wirges, für die vorhin ein Stolperstein in Neuendorf verlegt wurde, lebte in Koblenz, bevor sie von der Gestapo Koblenz hier in Haft genommen und in das Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück bei Fürstenberg an der Havel verschleppt wurde und dort zu Tode kam. Alle drei sind vergessene Opfer des Nationalsozialismus, die kein Mensch mehr kennt. Sie dürfen aber nicht vergessen werden. Wir Nachgeborenen müssen ihnen ihren Namen und ihre Würde wiedergeben. Vergessen dürfen wir sie auch deshalb nicht, weil sie uns mahnen. Ihre Schicksale führen uns ganz konkret vor Augen, wie schnell eine rechtsstaatlich arbeitende Justiz ausgeschaltet werden kann und sich auch ausschalten lässt. Und wie die so verbliebene Justiz willfährig dem Unrechtsstaat diente und so selbst zum Täter wurde. Die Gefahr, dass so etwas wieder passieren kann, besteht auch heute. Der ehemalige Auschwitz-Häftling Primo Levi brachte es ganz lapidar auf den Punkt: „Es ist geschehen und folglich kann es wieder geschehen.“  Deshalb müssten wir uns alle für den Rechtsstaat und die Demokratie einsetzen, getreu dem Motto: „Nie wieder Faschismus!“ 

Ich danke Ihnen für Ihr Interesse und Ihre Aufmerksamkeit.

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

20. Stolperstein-Verlegeaktion in Koblenz am 2. April 2025 mit 7 „Stolpersteinen“

Am 2. April 2025 fand in Koblenz eine weitere Aktion zur Verlegung von „Stolpersteinen“ statt. Bei dieser 17. Aktion verlegte der Kölner Künstler Gunter Demnig insgesamt sieben Stolpersteine für zwei jüdische Familien. Für die Familie Brück wurden vier Stolpersteine in der Blumenstraße 1 im Stadtteil Lützel verlegt und für die Familie Bernd drei Stolpersteine in der Innenstadt im Bereich der Görgenstraße/Ecke Clemensstraße.  HIER weiterlesen

 


 

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